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Schüler reisen nach Oświęcim


Vom 30.05.-02.06.2017 hatte wir, eine Schülergruppe der Regelschule „Im Ländereck“ Seelingstädt, die Möglichkeit an einer Exkursion ins polnische Oświęcim teilzunehmen.
Organisiert und begleitet wurde diese Bildungsreise von Steve Brauner und Manuela Völkel von der Kindervereinigung e.V. Gera – Kompetenzteam Nord.
Ziel war es, sich mit der Vergangenheit, speziell  dem Holocaust, auseinanderzusetzen und die gewonnenen Erkenntnisse in einer Projektarbeitsprüfung zu verarbeiten.
Untergebracht waren wir in der „Internationalen Jugendbegegnungsstätte“ Oświęcim. Diese liegt am Ufer des Flusses Soła zwischen dem Zentrum der Stadt und dem Konzentrationslager Auschwitz.
Wir wurden von Janina  aus Würzburg betreut, die in der Einrichtung ein freiwilliges Jahr absolviert.
Gleich am Anreisetag zeigte sie uns die Stadt und besuchte mit uns gemeinsam das jüdische Museum.
Auf dem Veranstaltungsplan der nächsten Tage standen tägliche Workshops zur Vorbereitung der Besichtigung der Konzentrationslager, jeweils vierstündige begleitete Führungen durch das Stammlager Auschwitz und das Vernichtungslager Birkenau, Arbeit im Archiv des Stammlagers und abends dann Austausch der Eindrücke und die Reflektion des Erlebten.
Am letzten Tag fuhren wir nach Krakau.
Dort besuchten wir die ehemalige Fabrik Oskar Schindlers (bekannt aus dem Film „Schindlers Liste“) und informierten uns in einer dort befindlichen Ausstellung über die Geschichte des Ghettos von Krakau.
Was bis jetzt alles so nüchtern wie eine  Aufzählung von Aktivitäten klingt, war alles andere als das.
Wir wurden während unserer Reise körperlich und emotional an unsere Grenzen geführt.
Zu erschütternd und aus heutiger Sicht eigentlich nicht fassbar sind die Dinge, die wir während der Beschäftigung mit der Geschichte des Holocaust erfahren haben.
An den Stätten dieser schrecklichen Verbrechen der Nazis, konnten wir  durch eindrucksvolle Ausstellungen, Bilddokumente, erschreckende Ausstellungsexponate und den original erhaltenen Teilen der beiden Lager  einen erschütternden Einblick in das  dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte erhalten.
Es ist nicht zuletzt der professionellen Vorbereitung, dem gut durchdachten Ablauf und dem sensiblen Umgang mit dem Thema durch die Mitarbeiter des Kompetenzteam Nord zu verdanken, dass wir unsere Erlebnisse richtig verstehen und einordnen können.
Es wird gewiss noch sehr lange dauern bis wir unsere Eindrücke verarbeitet haben… vergessen werden wir sie nie!

Johanna, Antonia, Melanie, Josi und Nils ; Schüler der 9. Klassen